Gestaltungspreis Ladenburg

Heimatbund Ladenburg e.V. und Wappen der Stadt Ladenburg

Die Stadt Ladenburg blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Diese spiegelt sich nicht nur in einzelnen baugeschichtlich herausragenden Gebäuden, sondern auch im Ensemble seiner historischen Bauten und Fachwerkhäuser. Dieses Erbe zu schützen und für die Zukunft zu bewahren kann nur in einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Stadt und Bürgerschaft gelingen, die mit der Stiftung dieses Preises honoriert werden soll. Der Heimatbund Ladenburg e.V. verfolgt seit seiner Gründung im Jahr 1926 als Geschichts- und Verkehrsverein neben der Pflege von Tradition und Brauchtum und der Erforschung der Heimatgeschichte insbesondere die Förderung des Denkmalschutzes.

Auf Initiative des Heimatbundes Ladenburg e.V. wurde mit Beschluss des Technischen Ausschusses vom 5. Dezember 2018 ein gemeinsamer Preis der Stadt Ladenburg und des Heimatbundes Ladenburg e.V. eingerichtet. Dieser »Gestaltungspreis Ladenburg« wird im Jahr 2020 erstmals von der Stadt Ladenburg und dem Heimatbund Ladenburg e.V. für beispielhaften Umgang mit historischer Bausubstanz ausgelobt.

Foto Manfred HattenkerlFoto Manfred Hattenkerl

Gewürdigt werden soll das herausragende Engagement bei Baumaßnahmen in der Altstadt und dem unmittelbar daran angrenzenden Bereich, d.h. im Geltungsbereich der Altstadtsatzung und der Umgebungssatzung der Stadt Ladenburg. Der Preis will den überdurchschnittlichen Aufwand honorieren, mit dem insbesondere private Eigentümer aber auch der Allgemeinheit dienende Institutionen durch ihr Verständnis für die Baukultur, ihr historisches Objekt für die Zukunft ertüchtigt und diesem somit seinen Platz in der Stadt Ladenburg gesichert haben.

Ausdrücklich können auch Gebäude vorgeschlagen werden, die keinen Status als Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz Baden-Württemberg genießen. Entscheidend ist, dass das Gebäude innen wie aussen in denkmalpflegerischem Sinn erhalten und erneuert wurde. Die Ablesbarkeit von traditionellen handwerklichen Lösungen im Zusammenhang mit der durchgeführten Sanierung wird ein ebenso maßgebendes Bewertungskriterium sein, wie der sensible Umgang beim Einbau von zeitgemäßen technischen Standards. Gleichberechtigt können auch Neubauten an diesem Wettbewerb teilnehmen, die in der Auseinandersetzung mit dem historischen Umfeld eine originäre und zukunftsweisende architektonische Lösung aufzeigen.

Mit dem Gestaltungspreis soll nicht nur die Bedeutung des einzelnen Objektes gestärkt, sondern auch seine Relevanz für den städtischen Raum betont werden. Der Gestaltungspreis umfasst eine Urkunde, ein Preisgeld und eine Plakette. Die Plakette ist in Abstimmung mit der Jury an dem Gebäude anzubringen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 6.000 EUR. Es werden maximal drei ausgewählte Objekte prämiert.

Zukünftig soll der Gestaltungspreis im Turnus von drei Jahren zum 31. März ausgelobt werden. Eigentümer könen sich mit ihrem Gebäude bis zum 30. Juni bewerben. Preiswürdige Objekte könen aber auch von der Öffentlichkeit vorgeschlagen werden. Der Abschluss der Maßnahme darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Eine ehrenamtlich tätige Jury aus Repräsentanten der Stadt Ladenburg, des Heimatbundes und des Landesamts für Denkmalpflege, Karlsruhe entscheidet in einem zweistufigen Verfahren bis zum 1. Dezember über die Preisträger. Die Preisverleihung findet im Januar des darauffolgenden Jahres im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Heimatbundes Ladenburg e.V. im Domhof statt.